Am Westufer des Plattensees in Ungarn liegt das malerische Städtchen Keszthely mit insgesamt rund 23.000 Einwohner. Seit der Römerzeit gibt es an dieser Stelle Siedlungen, und die historische Bedeutung der Stadt erlangte sie durch dem aus Kroatien stammende Adelsgeschlecht Festetics. Graf György Festetics damals das Georgikon, eine landwirtschaftliche Hochschule, welche sehr zum Nationalbewusstsein der Ungarn beitrug.
Seit dem 19 Jahrhundert begann es bereits mit dem Tourismus. Dieser ist heute der größte Wirtschaftszweig in Keszthely. An den Ufern des Plattensees wurden große Hotels gebaut, jede Menge kleine Läden und überfüllte Fußgängerzonen.
Sehenswert in Keszthely ist natürlich das Barockschloss Festetisz, welches eine Uform bildet und inmitten einer gepflegten Parkanlage steht. Die Parkanlage war einst 40 ha groß und beinhaltet einen englischen- einen französischen Park mit einem Springbrunnen. Die Erbauung des Schlosses begann im Jahre 1745 wurde dreimal vergrößert und dauerte über ein Jahrhundert. Außerdem gilt das Schloss Festetics als der drei größten und prunkvollsten in ganz Ungarn.
Besucher des Schlosses müssen sich am Eingang spezielle Überzieh Schuhe aus Stoff anziehen, damit der glänzende Holzboden durch Straßenschuhe nicht beschädigt wird. Wer fotografieren will muss zu den 8 Euro Eintritt nochmals 6 Euro bezahlen. Also nicht gerade billig. Dafür kann man die großzügige Parkanlage kostenlos besichtigen.
Im Schloss befindet sich neben wertvollen Einrichtungsgegenständen auch die bekannte Helikon Bibliothek mit ihren über 100.000 Bänden. Die Sammlung beinhaltet Exemplare des ersten Buchdrucks, spezielle Holzstich Unikate und auch ungarische und ausländische Werke.
Wer also einen Urlaub in Ungarn verbringen möchte, wird wohl um den Besuch des Schlosses Festetics nicht umhin kommen. Natürlich bietet ein Urlaub in Ungarn nicht nur Kunst und Kultur, sondern auch diverse Sportaktivitäten wie zB. Golfsport und Wassersport am Plattensee.
Bildquellenangabe: Jeannine Gehm / pixelio.de
Comments
There are no comments on this entry.